Einer der weit über Japans Grenzen hinaus bekannten Architekten war Kenzo Tange (*4. September 1913 in Osaka, †22. März 2005 in Tokyo). Er galt als Hauptvertreter des "Neuen Bauens" in seinem Land. Bekannt wurde er vor allem in den 1950er Jahren mit dem Hiroshima Peace Center. Dabei verbindet er in seinem Stil die moderne Schlichtheit des französischen Architekten Le Corbusier mit der japanischen Bautradition. Er beeindruckte mit ungewöhnlichen Ideen seines "Plans für Tokyo" (1960), bei dem die räumlich sehr beengte Hauptstadt über die Wasserfläche der Tokyoter Bucht mit Brücken, künstlichen Inseln und schwimmenden Parkhäusern erweitert werden sollte.

Einige seiner Projekte:
- 1949/1956: Friedenszentrum Hiroshima
- 1964: Hallen für Olympische Spiele in Tokyo
- 1964/1965: Internationales Konferenzzentrum in Kyoto
- 1994: Fuji Television Building in Tokyo, eine der neuen Sehenswürdigkeiten Tokyos. Eine Kugel, die wie ein in das Gebäude gestürztes UFO wirkt, ist sogar für Besucher als Ausstellungsraum zugänglich.

Kisho Kurokawa (* 8. April 1934 in Nagoya) hat weltweite Beachtung als Mitbegründer und Vertreter des Metabolismus gefunden. Metabolistische Gebäude und Städte passen sich flexibel den veränderten Bedürfnissen der Nutzer an. Später entwickelte Kurokawa eine neue Theorie, nach der Gegensätze wie Architektur vs. Natur oder privat vs. öffentlich überwunden werden sollen. Als seine Bauwerke sind u.a. das Ethnologische Museum und das Bunraku Theater in Tokyo zu nennen, sowie das Kunstmuseen in Hiroshima. Außerdem wird nach Kurokawas Entwurf derzeit die Nationalgalerie in Tokyo gebaut.

Arata Isozaki (* 23. Juli 1931 in Oita), ein japanischer Architekt, der ursprünglich ebenfalls als einer der des Metabolismus galt, sich dann jedoch auf die Geometrie als Urmutter des japanischen Designs besann. „Das Quadrat wie auch der Kreis sind die einzig verlässlichen Werkzeuge des Architekten.“ Beispiele sind die sehr schlicht gehaltenen, geometrischen Kompositionen, wie der Golfclub in Oita und das Kunstmuseum in Gunma. Markant ist sein durchdachter Umgang mit einfachen geometrischen Formen und das Spiel mit Licht und Schatten.

 
   
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