Presse

Die japanische Presse nimmt mit 120 Tageszeitungen und einer Zirkulation von 554 Exemplaren pro 1.000 Einwohner weltweit eine Spitzenstellung ein. Auch die 138 Wochenmagazine, sowie 2.856 Monatszeitschriften in Japan stehen dieser Rangposition in nichts nach. Dabei werden ca. 94 % der Tageszeitungen direkt ins Haus geliefert. Doch auch Online-Versionen, zum Teil zweisprachig (Japanisch und Englisch), finden mittlerweile, gerade bei den großen Tageszeitungen und Magazinen, weite Verbreitung.

Die drei wichtigsten japanischsprachigen Tageszeitungen, Yomiuri Shimbun (rechtskonservative Richtung, gegründet 1874) mit 10,1 (morgens) bzw. 4,0 (abends) Millionen Exemplaren, Asahi Shimbun (linksliberale Richtung, gegründet 1879) mit 8,3 (morgens) bzw. 4,0 (abends) Millionen Exemplaren und Mainichi Shimbun (links orientiert, gegründet 1872) mit 4,0 (morgens) bzw. 1,6 (abends) Millionen Exemplaren erscheinen in Tokyo. Weitere bekannte Tageszeitungen sind: Nihon Keizai Shimbun (Wirtschafts- und Finanzzeitung, gegründet 1876) mit 3,0 (morgens) bzw. 1,6 (abends) Millionen Exemplaren, erscheinend in Tokyo, Chunichi Shimbun (linksliberale Richtung, gegründet 1942) mit 2,8 (morgens) bzw. 0,7 (abends) Millionen Exemplaren, erscheinend in Nagoya, Sankei Shimbun (konservative Richtung, gegründet 1933) mit 2,2 (morgens) bzw. 0,6 (abends) Millionen Exemplaren, erscheinend in Tokyo.

Als wichtige englischsprachige Tageszeitungen sind zu erwähnen: The Japan Times (liberalkonservative Richtung, gegründet 1897) mit 51.000 Exemplaren, erscheinend in Tokyo, The Daily Yomiuri (rechtskonservative Richtung, gegründet 1955) mit 42.000 Exemplaren, erscheinend in Tokyo, Mainichi Daily News (links orientiert, gegründet 1922) mit 49.000 Exemplaren, erscheinend in Tokyo.
Nachrichtenagenturen
Die beiden wichtigsten unter den einheimischen Nachrichtenagenturen sind Kyodo Tsushin (Kyodo News Service), gegründet 1945, mit 1.853 Angestellten und 46 Büros in Japan sowie 40 Büros im Ausland und Jiji Tsushin (Jiji Press), gegründet 1945, mit 1.400 Angestellten und 82 Büros in Japan sowie 29 Büros im Ausland.
Hörfunk und Fernsehen

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Japan, NHK (Japan Broadcasting Corporation) wurde 1925 (Radiobereich) bzw. 1953 (Fernsehbereich) gegründet und strahlt mittlerweile landesweit fünf Fernseh- und drei Radioprogramme aus. Neben den acht Zentralstationen der NHK in Tokyo, Osaka, Nagoya, Hiroshima, Fukuoka, Sendai, Sapporo und Matsuyama werden 46 örtliche Sender unterhalten und drei Auslandsdienste in 22 Sprachen angeboten.

Die National Association of Commercial Broadcasters in Japan (NAB-J ; MINPOREN) wurde 1951 gegründet und umfaßt 202 Radio- und Fernsehunternehmen mit insgesamt 514 Radio- und 7.941 Fernsehstationen (einschließlich TV-Umsetzern). Im Jahre 2002 existierten insgesamt 264 kommerzielle Radio- und 127 kommerzielle Fernsehanstalten. Auch die US-Streitkräfte in Japan betreiben drei Fernsehstationen und zwei Kabelfernsehdienste. In Japan wurden im Jahre 1999 durchschnittlich 2.318 Farbfernsehgeräte pro 1.000 Haushalte gezählt, dies entspricht einer Verbreitung von 99,3 %. Weiterhin wurden 120,5 Millionen Radiogeräte gezählt, dies entspricht einer Zahl von 956 Geräten pro 1.000 Einwohner.
 
   
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