Straßenverkehr Im Gegensatz zu Deutschland ist in Japan der Straßenverkehr als Linksverkehr geregelt. Daher findet man in Fahrzeugen das Steuer auch auf der rechten, und nicht, wie z.B. in Deutschland, auf der linken Seite.
Begrüßung In Japan ist es bei der Begrüßung üblich, sich zu verbeugen, in Deutschland hingegen reicht man sich gegenseitig die Hand. Auch beim Ablegen des Mantels verhält es sich anders als in Deutschland: Während Deutsche ihren Mantel anlassen, bis der Gastgeber ihnen aus dem Mantel hilft, oder er sie zum Ablegen auffordert, ziehen Japaner an der Haustür ihren Mantel selbst aus, wenn sie jemanden besuchen.
Essen In Deutschland ist man normalerweise bemüht, möglichst geräuschlos zu essen. Auch der traditionell japanischen Etikette zufolge soll die Aufnahme von Nahrung ohne störende Geräusche vonstatten gehen. Lediglich beim Essen von Nudelsuppen machen die Japaner allesamt eine Ausnahme: Da die Suppen sehr heiß gegessen werden, schlürft man die Brühe, um sich den Mund nicht zu verbrennen. Zudem versucht man durch das Schlürfen, die darin enthaltenen, überlangen Nudeln mit den Stäbchen zu essen, ohne dass dabei etwas von der Brühe über den Schusselrand hinausspritzt.
Bezahlen im Restaurant

In Deutschland winkt man beim Bezahlen im Restaurant den Kellner oder die Kellnerin herbei und bezahlt am Tisch. In Japan hingegen bezahlt man, wie auch im Supermarkt, an der Kasse am Ausgang.

Trinkgeld

In Japan wird normalerweise kein Trinkgeld gegeben, da es schon im Preis der Speisen und Getränke mit inbegriffen ist. Es dürfte sich sogar schwierig gestalten, mehr zu geben, als auf der Rechnung angegeben ist, denn jeder Kellner würde die Annahme kategorisch verweigern und sofort das Rückgeld auszahlen. In gewissen Kreisen scheint es jedoch üblich zu sein, noch vor der Bestellung dem Kellner Geld zuzustecken, um besonders zuvorkommend bedient zu werden, was aber eigentlich nicht nötig wäre, da in Japan ohnehin sehr großen Wert darauf gelegt wird, jeden Gast höflich und zuvorkommend zu bedienen.

Geschenke

In Japan gehört es sich nicht, ein Geschenk vor demjenigen, von dem man es erhalten hat, auszupacken. Während man in Deutschland gerne ein Geschenk in Anwesenheit des Schenkers auspackt, um zu zeigen, wie sehr man sich darüber freut, schätzen Japaner die Zurückhaltung und packen daher das Geschenk erst aus, nachdem sie wieder alleine sind. Seinen Dank drückt man später ganz förmlich per Telefon oder Brief aus, oder man äußert beim nächsten Wiedersehen, zusammen mit den üblichen Begrüßungsfloskeln, überschwänglich seine Begeisterung über das Geschenk.

Fahrkartenautomaten Fahrkartenautomaten in Deutschland und Japan funktionieren unterschiedlich. Während man in Deutschland zuerst den Knopf für die Fahrstrecke oder Zone drücken muss, wird in Japan zuerst das Geld eingeworfen und dann erst der entsprechende Knopf betätigt, denn in Japan muss zuerst aus einer Tarifliste die entsprechende Zone und somit der Preis ausgewählt werden, um dann das Geld in den Automaten einzuwerfen. Sobald man den Automaten mit Geld füttert, leuchten je nach eingeworfenem Betrag verschiedene Knöpfe mit Preisklassen auf, die dann entsprechend des Fahrtziels gedruckt werden müssen, um einen Fahrschein zu erhalten.
Türschlosser

Geht man von einer Tür aus, die nach rechts öffnet, muss man bei einer deutschen Tür den Schlüssel nach links drehen, um zuzuschließen und nach rechts, um sie wieder aufzuschließen. In Japan verhält es sich genau umgekehrt: beim Zuschließen muss der Schlüssel im Schloss nach rechts und beim Aufschließen nach links gedreht werden.

Winken

Wenn Europäer jemanden herbeiwinken, dann tun sie dies mit einer Handbewegung, bei der die Handfläche nach oben zeigt. Wenn hingegen Japaner jemandem signalisieren wollen, herzukommen, zeigt die Handfläche nach unten, was paradoxerweise der europäischen Geste, jemanden wegzuschicken oder eine Fliege zu verscheuchen, ähnelt.

 
   
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