Bereits in der Jomon Periode (10 000 bis 300 v. Chr.) wurden in Japan Tonwaren hergestellt. Die Produktion von feinem, chinesischem Porzellan wurde jedoch erst im 7. Jahrhundert durch koreanische Handwerker eingeführt. Im Zusammenhang mit der Teezeremonie bekam die Töpferei dann im 16. Jahrhundert einen ganz neuen Stellenwert.

Die größte Stadt auf der Insel Kyushu , dem Zentrum der japanischen Porzellan Produktion, ist Arita . Vom Hafen Imari , nahe Arita , wurden Keramiken ins Ausland verschifft. Das Wort Imari wird daher auch als Synonym für jegliche Art von japanischem Porzellan verwendet. Einige Beispiele für Japanische Keramik sind:
- Altes Imari ( Ko-Imari ) zeichnet sich durch mehrfarbige Emaille mit einer charakteristischen 5-Farben Unterglasur mit Gold und Silber auf Kobalt-farbigem Untergrund aus.
- Arita Blau & Weiss ( Sometsuke ) weist eine typische tintenblaue Unterglasur und elegante, oft lebendige Muster auf.
- Kakiemon Porzellan, vor allem in quadratischen, acht-eckigen oder sechs-eckigen Formen, ist durch spezielle Emaille-Techniken und Überglasurfarben gekennzeichnet. Typische Farben für Kakiemon Ware sind rot, hellblau, gelb und blaugrün. 1971 wurde Kakiemon in Japan zum "Unberührbaren kulturellen Erbe" erklärt.
- Satsuma wird bei niedrigeren Temperaturen als Porzelan produziert und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Verwendet wird brauner Ton, verziert mit reichen Dekorationen in goldenen und anderen Farben auf einer matten, elfenbein-farbenen Glasur mit Sprüngen.
- Sumida Steinzeug ist eine schwere, hell glasierte Töpferware, die oft menschliche oder tierische Figuren als Reliefs aufgesetzt hat. Sumida wurde vermutlich vor allem für den Export in den Westen produziert.
- Kenzan Ware ist ein Porzellan Stil, der von Ogata Kenzan (1663-1743), einem Dichter, Töpfer und Maler geschaffen wurde.
- Nabeshima ist ein sehr seltenes und teures Porzellan. Bis zum Ende der Edo Periode war es für den Export und den Gebrauch durch die adelige Klasse reserviert. Nabeshima Ware ist feiner und dünner als normale Arita Ware.
- Hagi -Keramik aus der japanischen Präfektur Yamaguchi zeichnet sich durch ein helles Krakelée-Muster (Netz von Glasurrissen) und die typische Kerbe am Boden der Gefäße aus. Die so gekennzeichnete Ware war für den Verkauf zugelassen. Keramik ohne diese Kerbe blieb dem Adel vorbehalten.
- Raku -Keramik - eine alte japanische Töpfertechnik, die ursprünglich untrennbar mit dem Zen-Buddhismus und der Teezeremonie verbunden war. Besonders sind die Krakelée-Glasuren der Raku -Technik, die bei 1000 Grad Celsius gebrannt und rotglühend aus dem Ofen direkt in einen verschließbaren, mit Sägespänen, Heu, Nussschalen oder sonstigen brennbaren organischen Materialien gefüllten Behälter überführt werden. Durch das Verbrennen der organischen Materialien entsteht ein Reduktionseffekt, der zu erstaunlichen Farbveränderungen der aufgebrachten Glasur führt.
- Hidasuki (Feuerspur) ist eine japanische Technik, bei der die Keramik vor dem Brand in Stroh gewickelt wird, so dass die ürsprüngliche, rauhe Oberfläche des fertigen Gefäßes von feinen, schimmernden Linien überzogen wird.

 
     
     
     
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